Gedenkveranstaltung mit der Stolpersteinverlegung

Gedenkveranstaltung mit der Stolpersteinverlegung in Erinnerung an die Reichspogromnacht

 

„Am Montag, dem 10. November 2025, hatten die Stadt Forst (Lausitz), die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Region Forst (Lausitz) und die Arbeitsgruppe Stolpersteine anlässlich des 87. Jahrestag der Reichspogromnacht von 1938 zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung eingeladen.” [https://www.forst-lausitz.de/gedenkveranstaltung-mit-der-stolpersteinverlegung-in-erinnerung-an-die-reichspogromnacht.175147.htm]

Wir, die Gruppe „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ begleitet durch Frau Weikert, kamen dieser Einladung sehr gern nach.

IMG 3214Die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, begrüßte uns und auch die anderen zahlreichen Gäste. Darunter waren neben Forsterinnen und Forstern auch der Vertreter des Landkreises Spree-Neiße, Herr Koch, der Pfarrer der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, Simon Klaas, und die Schülerinnen und Schüler der Gutenberg Oberschule Forst (Lausitz). Diese hatten sich intensiv mit der Lebensgeschichte der Familie Midowski auseinandergesetzt, welche Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

IMG 3211Bereits auf dem Weg zur Gedenkveranstaltung unterhielten wir uns über die Vorfälle, welche am 10. November 1938 in Forst stattfanden. Noch immer ist es für uns unbegreiflich, weshalb man Menschen aufgrund einer Glaubenszugehörigkeit so etwas antun konnte. Während der musikalischen Begleitung durch Lisa Temesvári-Alamer hingen wir alle unseren Gedanken nach und bei der Stolpersteinverlegung kamen wir über die weiteren Stolpersteine in Forst ins Gespräch und beschlossen diese aufzusuchen. Auf dem Rückweg zum Gymnasium zogen wir also einen Bogen zur Stadtkirche und auch an der Grundschule Mitte vorbei, um die dort verlegten Steine anzusehen. IMG 3213Dabei kam uns der Gedanke, dass wir in einer zukünftigen Aktion diese Steine putzen wollen. Auch andere Ideen für die Weiterarbeit in unserer auf mittlerweile 20 Mitglieder angewachsenen Gruppe wurden besprochen und diskutiert. Doch neben den bereichernden Gesprächen begleitete uns auch das Gefühl des Erinnerns auf dem Weg zurück in den Schulalltag. Und auch wenn es schon oft gesagt wurde, aber eins stand für uns an diesem Tag fest - “Nie wieder soll so ein Unrecht geschehen.” - Dafür setzen wir uns ein.

SOR-Gruppe

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