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Viktoria ist Spitze

Die Biologie-Olympiade entdeckt seit 24 Jahren das ein oder andere naturwissenschaftliche Genie

Foto 6Am 20./21. Mai 2019 öffnete das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium in Frankfurt/Oder zum 24. Mal seine Pforten für die Durchführung des Finales der Brandenburger Landesbiologieolympiade. Zu Beginn des Schuljahres starteten insgesamt 2773 Schülerinnen und Schüler aus 66 verschiedenen Schulen in die erste Runde der mittlerweile traditionellen Olympiade. 58 naturwissenschaftlich begeisterte Köpfe aus 24 verschiedenen Gymnasien qualifizierten sich dann zum Regionalfinale am Max-Steenbeck-Gymnasium in Cottbus für die heiß ersehnte letzte Runde am Ende des Schuljahres in Frankfurt. Auch Viktoria Döhler aus der Klasse 7a gehörte zu den Kandidaten, die sich tapfer bis zur letzten Runde geschlagen haben.

Foto 1Nachdem alle Qualifizierten am 20. Mai voller Vorfreude und sicherlich auch mit großer Aufregung im Bauch in Frankfurt angekommen waren, wurde die Veranstaltung durch den Verantwortlichen Frank Heinrich sowie die Schulleiterin Frau Dr. Lange eröffnet. Feierlich umrahmt wurde dieser Auftakt mit dem Andante in A-Dur von Joseph Haydn, gespielt von Chiara Hahn am Klavier.

Um 13:15 Uhr starteten die experimentierfreudigen Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen ins Praktikum zum Thema „Enzyme – Biologische Superhelfer in Hochtechnologie, Industrie und Haushalt“. Hier galt es bei der enzymatischen Umwandlung von naturtrübem zu klarem Apfelsaft drei Stunden lang den Durchblick zu behalten und nicht im Wirrwarr der Enzymmixe zu versinken.

Foto 2Einen geschärften Blick benötigten zur selben Zeit auch die Siebt- und Achtklässler in ihrer Theorieklausur in der Aula. In dieser ging es um Bakterien, die mit bloßem Auge zwar nicht zu erkennen sind, unserem Körper jedoch großen Kummer in Form von Infektionskrankheiten bereiten können. Mit gutem Bauchgefühl notierten die jungen Naturwissenschaftler ihr Wissen zum Aufbau und zur Vermehrung von Bakterien und verglichen die winzigen Zellen mit denen von Tieren und Pflanzen. Weiterhin mussten sie mit Wissen zum Eichhörnchen, zum Besenginster sowie zur Systematik der wirbellosen Tiere glänzen.

Foto 3Der Herausforderung ins Auge sahen im wahrsten Sinne des Wortes auch die „geistreichen Raben“ der Klassenstufen elf und zwölf. Sie mussten in der dreistündigen Klausur komplexe Aufgaben zu den Themengebieten Genetik, Ökologie, Biostatistik, Immun- und Verhaltensbiologie sowie Evolution bewältigen. Darin ging es unter anderem um den Reifungsprozess von Bananen, um das dreidimensionale Sehen oder die Intelligenz von Raben. Auf die Aufgaben zum Thema „Hausstaub-Allergie“ reagierte zum Glück keiner der Olympiade-Teilnehmer allergisch und für eine gedankliche Abkühlung der hitzigen Gemüter sorgte eine Aufgabe zum „Wasseraustauch der Ostsee“.

Foto 8Raum und Zeit für Entspannung, Ablenkung, Ruhe und Kultur bot der Abend. Zwischen Planetarium einerseits und sportlicher Betätigung beim Frisbee andererseits hatten die Jugendlichen die Qual der Wahl. Im Planetarium erhielten die Interessierten Erleuchtung zum Thema „Weg des Lichtes vom Stern über das Auge ins Gehirn“. Dr. Benjamin Heynoldt griff im Anschluss daran mit diesen Schülern über einen Vortrag zum Sternenhimmel buchstäblich nach den Sternen.

Foto 4Nach einer erholsamen Nacht in der Jugendherberge „Einstein“, kehrten am Morgen des 21.05. alle Jungbiologen gesund und munter ans Gauß-Gymnasium zurück, um sich der zweiten Runde der großen Herausforderung zu stellen. Diesmal büffelten die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassenstufe an der Klausur, während die kleinen und die größten Teilnehmer praktisch tätig wurden: Den Blick und das Geschick für das richtige Maß brauchten dafür die ältesten Talente dieser Olympiade. Sie vermaßen Pflanzenorgane und erfassten die Ergebnisse digital, um damit die Variabilität und Konstanz von phänotypischen, genetischen und stoffwechselphysiologischen Merkmalen von Organismen zu untersuchen. Des Weiteren wurde mikroskopiert und es wurden statistische Erhebungen zur Weitergabe von Erbanlagen durchgeführt.

Währenddessen mussten die jüngsten Olympiade-Teilnehmer aus den Klassenstufen sieben und acht in ihrem Praktikum mit Erstaunen feststellen, dass nicht Bienenwachs, sondern Bienenschiet der leckere Honig ist. Es galt, das eigene Wissen zur Anatomie und Systematik der Bienen mit gespitzten Minen und konzentrierten Mienen unter Beweis zu stellen. Der im Moment überall prächtig blühende Ginster verschönerte nicht nur die Arbeitsplätze der jungen Naturwissenschaftler, sondern lud auch zum detaillierten Erforschen einer typischen Schmetterlingsblüte ein. Versüßt wurde das Ende dieses Praktikums mit der Analyse eines Probenhonigs auf seine Reinheit und Qualität.

Für die neunten und zehnten Klassen ging es mit Fragen rund um die Themen Evolution, Hormone, Pflanzenanatomie, Cytologie sowie Genetik ebenfalls darum, so viele Punkte wie möglich für einen eventuellen Platz auf dem Siegerpodest der Finalveranstaltung zu ergattern.

Foto 5Die Zeit bis zu diesem lang ersehnten Abschluss vertrieben sich die Teilnehmer beim Verfolgen spannender Fachvorträge in der Aula, während die betreuenden Lehrer mit letzten Korrekturen und dem Schreiben der Urkunden beschäftigt waren. Wie immer wurde die abschließende Siegerehrung von Gästen der besonderen Art begleitet und zum Teil auch durchgeführt. Unser Staatssekretär Herr Doktor Thomas Drescher, der Landesbeauftragte für Schülerwettbewerbe Klaus-Dieter Pohl sowie der Vorsitzende des BliS Uwe Toman rundeten das Finale der Landesbiologieolympiade auf eine besondere Art und Weise ab, indem sie den Gewinnern ihre Urkunden, Medaillen, Preise sowie Blumen überreichten.

Ein herzlicher Glückwunsch geht an dieser Stelle an unsere Viktoria, die sich im Finale gegen ihre Konkurrenten mit allerlei biologischem Wissen durchzusetzen vermochte und den ersten Platz belegte. Gratulation, wir sind sehr stolz auf dich!!!

Auch im Jahr 2019 feierte die LBO wieder einen großen Erfolg und entdeckte das ein oder andere Genie auf dem Gebiet der faszinierenden Biologie. Nun erwarten alle Beteiligten sowie neue und alte Teilnehmer die große Silberhochzeit im kommenden Jahr, wenn die traditionelle Olympiade ihr 25-jähriges Jubiläum feiern wird. 

Nicole Götze

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